Purpurne Rache

Jean – Christophe Grangé gilt als „König des französischen Thrillers“, mit „Purpurne Rache“ wartet er nun mit einem weiteren beängstigend realistischen Thriller auf.

Um was geht es?

Grégoire Morvan hat als Familienpatriarch nicht nur seine Familie fest im Griff, sondern blickt als graue Eminenz des französischen Innenmisteriums auf eine ruhmreiche Karriere zurück. Seine Vergangenheit ist geheimnisumwittert und war nicht immer glorreich.

Als ein Mord an einem jungen Rekruten auf dem Gelände einer Militärschule geschieht, scheint ihm seine Vergangenheit einzuholen. Alles deutet auf einen Ritualmord hin, die dem Modus Operandi des „Nagelmanns“ ähnelt, einem berüchtigten Serienmörder, den er in den siebziger Jahren das Handwerk legte.

Grégorie Morvan betreut seinen Sohn, der als Polizeikommissar tätig ist, mit den Ermittlungen. Als weitere Morde, nach selbigem Muster, geschehen und mehrere Verdächtige ein Motiv aufweisen, erweist sich die Ermittlung noch viel schwieriger als erahnt. Grégoire muss nicht nur um sein Leben, sondern das seiner ganzen Familie fürchten. Nun gilt es schwere Geschütze aufzufahren, die nicht immer legal sind.

Meinung:

Dies war mein erster Thriller des Autoren, vom dem ich schon viel Positives gehört habe, umso neugieriger und gespannter war ich auf die Lektüre. Mit 766 Seiten ist „Purpurne Rache“ ein sehr kompakter Thriller. Vielen Seiten widmete der Autor den einzelnen Familienmitgliedern, man war so gut im Bilde über Stärken und Schwächen der Personen und konnte sich gut in sie hineinversetzten, dies war allerdings für den eigentlichen Handlungsverlauf irrelevant und zog ihn enorm in die Länge.

Ebenfalls zog sich die Handlung auf den ersten 250 Seiten in die Länge und war von keinen Spannungsmomenten geprägt. Sehr oft habe ich mir mit gerungen das Buch abzubrechen, denn es war einfach Langweilig. Zum Ende hin wurde ich dann allerdings für mein Durchhalten belohnt, der Autor präsentierte mir ein überraschendes, unvorhersehbares Tatmotiv und als ich dachte der Täter sein nun gefasst, setzte er noch eins drauf. Das Ende war ein richtiger Cliffhänger und macht sehr neugierig auf den Folgeband.

In Kürze:

Schreibstil: anders als gewohnt, dennoch angenehm, flüssig und schnell zu lesen

Charaktere: werden sehr ausführlich beschrieben, für meinen Geschmack zu ausführlich, man kann sich gut in sie hineinversetzen, allerdings wurde es zum Schluss schon nervig

Handlung: durchwachsen, Anfang bis Mittelteil langatmig bis langweilig, zum Ende hin kommt endlich Spannung auf, Überraschungen sind eingebaut

Fazit: Habe ich mich am Anfang noch mit der Lektüre gehadert und mich über die fehlende Spannung geärgert, bereue ich es doch nicht den Thriller bis zu Ende gelesen zu haben. Der Autor hat einen etwas anderen Schreibstil als von mir gewohnt, konnte mich im Endeffekt aber mit einem gut konstruierten Thriller und überraschenden Wendungen überzeugen.

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 11.11.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 11.11.2016
  • Verlag : Ehrenwirth
  • ISBN: 9783431039641
  • Fester Einband 944 Seiten
  • Sprache: Deutsch

 

Buchmagie – Sterne:

 
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