Johanna Benden – Autorenporträt

„Die Autorin Johanna Benden wurde in den Siebzigern in Schleswig-Holstein geboren und ist in einem kleinen Dorf an der Elbe aufgewachsen. Ihr Lehramtsstudium (Mathematik und Chemie) absolvierte sie in Kiel und später noch eine Ausbildung zur Programmiererin in Hamburg. Zum Schreiben kam Johanna zufällig, inspiriert durch die Biss-Romane. Aus wenigen Seiten ist seit 2010 eine wahre Leidenschaft geworden: fünf Romane sind veröffentlicht und ein sechster wird gerade verfasst. Das Abtauchen in der Fantasy-Welt der Nebelsphäre ist für Johanna wie ein Kurzurlaub: Hier schaltet sie ab und vergisst die reale Welt um sich herum.“

Veröffentlichungen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Steckbrief:

 

 

Lieblingsfarbe: Türkis  oder auch Rosa, Lila, Grün, Rot, Pink, Dunkelblau, Gelb, Braun, Orange, Schwarz, Weiß, ach – muss ich mich echt festlegen? Ich würde sagen, es kommt darauf an, um welches Objekt es sich handelt und in welcher Stimmung ich bin.

 

Lieblingsessen: Oh, da kann ich mich definitiv nicht festlegen, denn ich LIEBE Essen! Am liebsten Buffet – dann kann ich von allem naschen. Ich mag Deftiges aber vor allem Süßes! Ich bin ein Tortenfan und vergöttere Mousse au Chocolat. Und Eiskonfekt. Und Zimtschnecken! Hmmm, die sind großartig.

 

Lieblingsautor: Da habe ich viele, aber ich wähle Anne McCaffrey, denn mit ihren Drachenreitern fing bei mir die Leseleidenschaft an (Ich bin ein Spätzünder, was das Lesen betrifft – ich war schon 16, als es mich so richtig gepackt hat.)

 

Lieblingsbücher: Die Drachenreiter von Pern, Bis(s), Harry Potter, Pan-Reihe, Sumpfloch-Saga, Krosann-Saga

 

Hobbys: Fotografieren, Tanzen, Backen, Lesen, Spazierengehen

 

 

Fragen:

 

Buchmagie: Wie sind Sie bist du zum Schreiben gekommen?

Johanna: Vorweg: Ich bin ein Nerd. Ich habe Mathematik und Chemie studiert und dieses Studium geliebt! Ich weiß, jetzt halten mich einige von euch für verrückt, aber nützt ja nichts, es ist die Wahrheit. Außerdem habe ich noch eine abgeschlossene Ausbildung als Programmiererin. Datenbankdesign macht mich an und ich fahre voll auf Prozessreengineering ab. Herrlich – da kann ich richtig abtauchen.

 

Und? Wie kommt nun ein Nerd zum Schreiben? Ganz ehrlich: ich habe das selbst nicht kommen sehen.

 

Wir haben das Jahr 2009 und ich bin über Weihnachten gefangen von Stephenie Meyers Biss-Romanen. Ich kann die Bücher einfach nicht weglegen. So etwas passiert mir so gut wie nie! Viel zu schnell sind alle vier ausgelesen, so dass ich bei der Amazone verzweifelt nach etwas Vergleichbarem suche. Doch da ist nichts zu finden. Zumindest nichts, was mich zufriedenstellt. So’n Schiet!

 

2010: In meinem Kopf arbeitet es. Eine ganze Weile. Die Romane lassen mich nicht los. Und dann beschließe ich, mir eine eigene Geschichte auszudenken. Ich überlege, um welche Charaktere es gehen könnte, in welcher Welt und welcher Zeit das Ganze angelegt sein soll. Die Gedanken werden immer konkreter, erste Texte entstehen und ich recherchiere das eine oder andere im Internet. Mein Mann muss sich alles anhören und wir diskutieren die Möglichkeiten.

An einem regnerischen Tag im März – mein damals zweijähriger Sohn ist für einen Vormittag bei seiner Tagesmutter – schreibe ich die ersten Sätze. Am Ende des Vormittags habe ich mehrere Seiten fertig und zeige sie meinem Mann. Der lächelt mich an und sagt: „Das liest sich gut. Schreib doch weiter.“ Auch meine liebe Schwägerin liest und fragt nur trocken: „Und wo ist der Rest? Du kannst doch jetzt nicht aufhören!“ Vielen Dank ihr Lieben! Das motiviert und ich schreibe weiter.

 

Irgendwie geht es wie von selbst. Plötzlich haben wir Anfang 2011 und der Roman ist tatsächlich fertig. Einige meiner Freunde lesen das Skript und lieben es. Dann wird meine Tochter geboren und ich mache erst mal eine (Zwangs-)Pause. „Nebelsphäre – haltlos“ gerät auf meinem Notebook in Vergessenheit. Erst eine Freundin triezt mich so lange, bis ich ernsthaft in Betracht ziehe, das Buch zu veröffentlichen.

 

Tja, inzwischen sind aus einem Roman sechs geworden und ein siebter ist gerade in Arbeit.

 

Buchmagie: Gibt es einen Lieblingsort, an dem Sie schreiben du schreibst?

Johanna: Ich schreibe am liebsten zu Hause an meinem Schreibtisch. Dort habe ich alles prima eingerichtet. Da ist auch die Kaffeemaschine nicht weit und meine Musikanlage spielt leise Xavier Naidoo, Silbermond, Andreas Bourani, Mark Foster, etc.

 

 

Buchmagie: Stehen die Hauptprotagonisten bereits vor dem Schreiben fest oder entstehen Sie erst beim Schreiben?

 

Johanna: Sowohl als auch. Die Hauptfiguren sind vor dem Beginn meinst schon ziemlich ausgefeilt und haben eine gewisse Tiefe. Vieles ergibt sich trotzdem erst beim Schreiben. Ich mag es, wenn die Charaktere sich entwickeln und agieren wie echte Personen. Manchmal überraschen mich meine Protagonisten auch – wie z.B. Bill. Der treibt mich regelmäßig in den Wahnsinn, weil er unerwartete Dinge tut, die meine schöne Szenenplanung komplett über den Haufen werfen.

Und dabei ist er nur eine Nebenfigur, die eigentlich gar nichts zu melden hat… EIGENTLICH! Seufz, mittlerweile weiß der Gute ziemlich genau, dass er der heimliche Star der Lübeck-Reihe ist und mogelt sich immer wieder in die Seiten. Hach, ich mag den Kerl!

 

Buchmagie: Wie und Wo recherchieren Sie recherchierst du für ein Buch?

Johanna: Google ist mein bester Freund. Grins. Zumindest fürs Grobe. Generell ist das Internet eine großartige Informationsquelle, wenn es um Landkarten, die Ermittlung von Zeitverschiebungen, Fahrzeitenberechnung, Sonnenaufgangs- und Untergangszeiten oder auch Basiswissen unterschiedlichster Themenkomplexe geht. Es gibt fast nichts, was man dort nicht nachlesen kann. Ich frage mich, wie Schriftsteller vor 30 Jahren an die Infos gekommen sind – das muss echt anstrengend und aufwändig gewesen sein.

 

Trotzdem schaue ich mir die Spielorte nach Möglichkeit persönlich an. Da meine Romane in Schleswig-Holstein spielen und ich hier wohne, bewaffne ich mich ab und an mit meiner Kamera und nehme den potenziellen Ort des Geschehens genau unter die Lupe. Manchmal stellt sich dabei heraus, dass meine Vorstellung nicht mit der Realität übereinstimmt. Dann suche ich nach einem besseren Ort. Ansonsten nehme ich alles in mich auf, was es wahrzunehmen gibt. Die Fotos dienen mir als Gedächtnisstütze fürs spätere Schreiben. Die vielen Details, die man bei einem persönlichen Besuch sieht, hört, schmeckt oder riecht, machen die Szenen realistisch und lebendig. Ich liebe es, wenn auch die Kleinigkeiten stimmen. Häufig ist es aber umgekehrt: Ich sehe in meinem Alltag etwas und weiß: Damit muss ich was machen, daraus muss einen Szene werden! So ging ist mir beispielsweise mit dem neuen Eismeer von Hagenbecks Tierpark. Kurz nach der Eröffnung war ich mit meiner Familie dort. Die großen Unterwasserbecken haben mich so begeistert, dass daraus mehrere Kapitel geworden sind.

 

Sofern es um Fachinhalte geht, versuche ich, Rücksprache mit Experten zu halten. Für „Nebelsphäre – Der Zauber des Phönix“ habe ich zum Beispiel eng mit einem Psychiater zusammengearbeitet, der ca. 200 Seiten meines Romans gegengelesen hat. Mir ist es wichtig, dass alles Hand und Fuß hat. Entsprechend hatte ich ebenso Kontakt zu IT-Spezialisten, Tauchern, etc. In andere Themengebiete arbeite ich mich eigenständig ein, indem ich mir entsprechende Literatur besorge oder Lehrfilme ansehe. So habe ich mich für meinen letzten Roman beispielsweise umfassend über die Tiefsee informiert. Das war für mich eine ganz neue und faszinierend fremdartige Welt. Meine Kinder wurden neugierig und wollten wissen, was ich da lese/anschaue und dann haben wir das Thema gemeinsam erkundet. Ein tolles Gemeinschaftsprojekt – ich hätte nicht gedacht, dass meine Kinder so viel Spaß daran haben.

 

 

Buchmagie: Schreiben Sie Schreibst du bereits an einem neuen Buch?

Johanna: Aktuell schreibe ich am 4. Band der Lübeck-Reihe.

 

 

Buchmagie: Falls ja, dürfen wir erfahren welches Genre es ist und um was es dabei geht?

Johanna: Der 4. Band der Lübeck-Reihe setzt die Geschichte von Sofie fort. In diesem Buch wird es darum gehen, ob/wie sie mit ihren Gefährten zusammenwächst.

Zeitgleich sind die Dämonen dabei, ein Tor zu unserer Welt aufzustoßen. Es sieht ganz danach aus, dass die dunklen Wesen es hinbekommen werden. Übel, übel…

Ich bin noch nicht ganz sicher, wie viel Chaos ich auf unserer schönen Erde zulassen möchte, aber klar ist, dass dies der letzte Teil der Lübeck-Reihe sein wird.

 

Buchmagie: Wann in etwas wird es erscheinen?

Johanna: Irgendwann im nächsten Jahr, vermutlich in der 2. Jahreshälfte von 2018.

 

 

Buchmagie: Gibt es Möglichkeiten, das der Leser mit Ihnen dir in Kontakt treten kann? Haben Sie Hast du eine eigenen Internet- oder Facebookseite?

Johanna: Schreibt mir gern, stöbert auf meiner Webseite (da gibt es jede Menge Tüddelkram zu entdecken, wie z.B. das beliebte Zimtschneckenrezept von Albert) oder schickt mir eine PN. (Kontaktdaten s.o.) Ich freue mich über eure Fragen, über Lob und Kritik und natürlich über euer Feedback zu meinen Büchern. Und selbstverständlich bekommt ihr auch eine Antwort von mir.

 

 

Buchmagie: An dieser Stelle nun die Möglichkeit unseren Lesern noch etwas mit auf dem Weg zu geben.

 Johanna: Schaut gern mal bei der Nebelsphäre rein, wenn ihr romantische Fantasy mögt (aktuell sind die ersten Bände beider Reihen kostenlos bei Amazon im Primereading enthalten). Aber ich muss euch warnen: Viele meiner Leser schimpfen regelmäßig mit mir, weil sie nächtelang zu wenig Schlaf bekommen, wenn sie erst einmal mit der Geschichte begonnen haben…

 

Ein liebes Dankeschön an Johanna für die Beantwortung unserer Fragen. Natürlich werden wir weiterhin über Neuerscheinungen von ihr berichten.

 
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