Die goldene Stadt – Sabrina Janesch

Mit „Die goldene Stadt“ präsentiert die Autorin Sabrina Janesch ihren Lesern einen sehr bildgewaltigen, detailverliebten Roman und entführt sie in die Wälder von Peru.

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Um was geht es?

Der  Deutsche August R. Berns macht sich im 19 Jahrhundert auf, um die sagenumwobene Inkastadt Machu Picchu in den Wäldern von Peru zu finden. Schon seit seiner Kindheit verfolgte ihn dieser große Traum. Als Erwachsener findet er mit dem Amerikaner Harry Singer einen Wegbegleiter für diese Abenteuerreise, die sie vor viele Überraschungen stellen soll …

Meinung:

Zuerst einmal muss man die sehr schöne Aufmachung des Buches erwähnen, das Cover ist in Schwarz – Golden gehalten wirkt es sehr edel und macht schon etwas her. Weiterhin ist das Buch mit einem Lesebändchen ausgestattet, was ich persönlich immer sehr schön finde.

Die Handlung  ist keine „leichte Kost“ und ähnelt eher einem Sachbuch bzw. einem Reisebericht, als einem Roman, stellenweise liest es sich sogar wie eine Biografie. Hier war ich dann doch etwas verwirrt, zumal ich mir einen sehr flüssig zu lesen Roman erhofft hatte.

Bereits der Anfang ist geprägt von der Einführung des Protagonisten und wirkt auf mich sehr langatmig. Später als es dann zu den Reisebeschreibungen und geschichtlichen Aspekten ging war ich teilweise zwar sehr angetan, dennoch war mir die doch sehr ausführliche Beschreibung der Autorin für einen historischen Roman zu viel des Guten. Hier merkt man zwar das sie sich sehr intensiv mit der Thematik auseinander gesetzt hat und ausführlich recherchiert hat, doch meines Erachtens wäre der Roman spannender gewesen hätte sie viele dieser Hintergrundinformationen in ein Nachwort gepackt.

So wie bereits in der Handlung beschrieben ist der Schreibstil der Autorin sehr ausführlich, detailreich und bildlich, das macht es beim Lesen zwar möglich sich in die jeweilige Szene gut hineinzuversetzen, führt aber sehr schnell auch zur „Langenweile“. So konnte ich das Buch getrost einige Tage zur Seite legen, ohne unbedingt wissen zu müssen wie es ausgeht, was für einen Roman dieses Formats leider sehr Schade ist.

Auch wenn der Schreibstil der Autorin sehr ausführlich und bildlich ist, hat sie es nicht geschafft ihren Protagonisten „Leben“ einzuhauchen. Er wirkt sehr farblos, insgesamt fehlt es ihm an Lebendigkeit und Charakterzügen. Hier ist es eher so als gibt die Autorin uns einen Draufblick auf die Thematik als das sie uns am Leben des Protagonisten teilhaben lässt. So erinnert das Buch auch eher an ein Geschichtsbuch und an eine Biografie.

Zu Gute muss man der Autorin hier aber die sehr informative Ausarbeitung der Thematik mit ihren vielen historischen und geschichtlichen Aspekte anrechnen. Wer sich für diese Epoche interessiert wird hier sicherlich gut bedient sein.

Fazit:

Als historischer Roman „keine leichte Kost“, erinnert der Roman doch eher an ein Reisbericht bzw. eine Biografie, deren Protagonisten sehr „farblos“ daher kommen

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 18.08.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 18.08.2017
  • Verlag : Rowohlt Berlin
  • ISBN: 9783871348389
  • Fester Einband 528 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Buchmagie – Sterne:

 
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