Der Wasserdieb – Claire Hajaj

„Er kam, um zu helfen, doch zwischen Hoffnung. Liebe und Verrat verließ er den Weg der Gerechten“

 

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„Der Wasserdieb“ ist ein Roman aus der Feder der 1973 in London geborenen Autorin Claire Hajaj.

Um was geht es?

Nick ist Ingenieur in England, dem es nach dem Tod seines Vaters nach Afrika zieht, um dort ein Kinderkrankenhaus zu bauen. Dabei lässt er in London seine Verlobte zurück.

In Afrika angekommen stürzt er sich voller Eifer in die Arbeit, stellt aber bald fest, dass sein Auftraggeber korrupt ist und die Dorfbevölkerung darunter zu leiden hat. Nick trifft eine Entscheidung, mit der er zwar eine wohlgemeinte Tat begeht, die allerdings schwerwiegende Folgen, nicht nur für ihn haben soll.

Meinung:

Als erstes möchte ich hier das sehr schön gestaltete Cover und die schöne Aufmachung des Hardcoverbuches, versehen mit einem Lesebändchen erwähnen, all dies ist sehr ansprechend und gefällt mir gut.

Leider ist dies auch alles, was ich am Ende der Lektüre an diesem Roman toll fand. Der Klapptext klang so interessant und vielversprechend und deutete auf einen bewegenden Roman hin. Die Ernüchterung kam jedoch sehr schnell und ich muss sagen, schon lange habe ich mich mit einem Roman wie diesem hier so schwer getan. Ich musste mich regelrecht zum zu Ende lesen zwingen. Beginnen will ich allerdings am Anfang, erzählt wird aus der Sichtweise zweier Personen, einmal aus der von Nick und einmal von jemand aus der Dorfbevölkerung. Und schon hier beginnt das Chaos, die Übergänge sind fließend, es ist also auf den ersten Blick nicht ersichtlich, wer nun erzählt, beim Lesen ist man so natürlich erst einmal irritiert, geht wieder einige Sätze zurück um nicht den Faden zu verlieren.

Dann die Handlung, die sich lang zieht wie ein Kaugummi, viele überflüssige Szenen beschreibt und es überhaupt nicht vermag den Leser mitzunehmen. Im Gegenteil, von Seite zu Seite wird es schwieriger sich zu konzentrieren, immer wieder schweifen die Gedanken ab und es fällt schwer den Faden nicht zu verlieren. All dies sollte bei einem guten Roman nicht der Fall sein.

Die Idee zu diesem Roman muss man allerdings sagen ist hervorragend und hätte eine vielversprechende, spannende Story werden können, doch leider hat die Autorin hier all ihr Potential verschenkt. Selbst die Protagonisten vermochten es nicht mich zu überzeugen, stellenweise haben sich mich mit ihrem Verhalten verärgert uns zum Kopfschütteln gebracht.

Wie soll man nun einen solchen Roman bewerten? Einem Roman, bei dem man sich am Ende ärgert ihn gelesen zu haben und seine Zeit dafür verschwendet hat? Einen Roman, bei dem das Potential nicht einmal im Anfang ausgeschöpft wurde? Hier tue ich mich wirklich schwer und ich habe lange überlegt. Da mich das Cover und die Aufmachung des Buches allerdings angesprochen haben vergebe ich hierfür insgesamt einen Stern.

Fazit: auf den ersten Blick interessant und vielversprechend, später verwirrend, langatmig und zäh mit Protagonisten über die man nur den Kopfschütteln kann

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 16.10.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 16.10.2017
  • Verlag : Blanvalet
  • ISBN: 9783764506346
  • Fester Einband 450 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Buchmagie – Sterne:

 
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