Demut von Mats Olsson

„Demut“ ist ein Thrillerdebüt aus der Feder des Autoren Mats Olsson und klingt auf den ersten Blick auch ziemlich vielversprechend.

Um was geht es?

Harry Svensson, Exreporter einer Stockholmer Zeitung hat sich in Malmö mit einer Weinhändlerin verabredet. Aus dem geplanten Rendezvous wird leider nichts, denn die Weinhändlerin setzt ihn stattdessen mit einer gebrochenen Nase und einem lädierten Ego vor die Tür. Notdürftig im Krankenhaus verarztet kehr er ins Hotel zurück und entdeckt im Nachbarzimmer, dessen Tür lediglich angelehnt war, einen bekannten Blues – Sänger, der gerade seinen Rausch ausschläft und neben ihm die Leiche einer Frau. Da die Ermittlungen nur langsam vorwärts kommen und Svensson an die Unschuld des Musikers glaubt beginnt er mit eigenen Recherchen und gerät dabei in ein, ihm eigentlich bekanntes Milieu.

 

Meinung:

Meistens ist es doch so, wenn man sich auf eine Lektüre freut wird man sehr schnell enttäuscht und so ging es mir auch mit diesem Thriller, der doch so vielversprechend klang. Der Autor liefert zwar einen etwas ungewöhnlichen Ermittler, mit ebenso ungewöhnlichen Vorlieben, was einmal etwas ganz anderes ist und aus den gewöhnlichen Rahmen fällt, dennoch konnte er mich durch seinen weitausholdenden Schreibstil nicht begeistern.

Der Thriller weist insgesamt zu viele Längen auf, bereits der Anfang bis weit über 100 Seiten hinweg zieht sich lang wie ein Kaugummi und wartet mit zu vielen Belanglosigkeiten auf, die so manchen Leser dazu bewegen werden das Buch ungelesen ins Buchregal zurückzustellen.

Insgesamt mangelt es einfach an Spannung, es gibt nicht wirklich Überraschende, noch unvorhersehbare Wendungen, einfach nichts, was einen guten Thriller ausmacht. Weiterhin lässt sich bei manchen vom Autor beschriebenen Stellen über die Glaubwürdigkeit streiten, vieles wurde hier trotz des weitausholdenen Schreibstils zu oberflächlich angegangen.

Mich konnte dieser Thriller nicht überzeugen, das mag daran liegen das ich mich vielleicht zu viel versprochen hatte, es mag aber auch daran liegen das der Einstieg einfach nur langweilig war und ich schon aufgegeben hatte das jemals noch ein Fünkchen Spannung in die gesamte Handlung kommen würde. Sie wird einfach nur in einem gemächlichen Trott erzählt.

Fazit:

Trotz Debüt-Roman des Autoren, bei dem man nun schon einmal ein Auge in der Bewertung zudrückt habe ich leider nichts gefunden, was einen guten Thriller ausmacht. Da es einfach zu viele Kritikpunkte gibt kann ich diesen Roman leider auch nicht als gut und mittelmäßig einstufen.

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 27.02.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 27.02.2017
  • Verlag : btb
  • ISBN: 9783442714643
  • Flexibler Einband 736 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Buchmagie – Sterne:

 
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