Das Mädchen aus Apulien von Iny Lorentz

Mit ihren historischen Roman „Das Mädchen aus Apulien“ entführt uns das Autorenduo Ingrid Klocke und Elmar Wohlrath, unter dem Namen Iny Lorentz bekannt, in das 13. Jahrhundert.

Buchinfo:

Titel: „Das Mädchen aus Apulien“

Genre: historischer Roman

Zeit: 13. Jahrhundert

Stichworte: Kaiser Friedrich II,

Verlag: Knaur

Seiten: 603

Buchinhalt:

Als sehr behütetes Mädchen wächst Pandolfina, 14 Jahre,  auf einer Burg in Apulien auf. Doch denn stirbt ihr Vater unverhofft, der machthungrige Nachbar nutzt die Gelegenheit und  nimmt die Burg für sich ein, dabei nimmt er Pandolfina gefangen und will sie zur Ehe zwingen, doch ihr gelingt die Flucht.

Zusammen mit einem Getreuen ihres Vaters flieht sie an den Hof Kaiser Friedrich II., der ein Freund ihres Vaters war und will ihn um Unterstützung bitten. Doch der Kaiser hat andere Probleme, zum einen möchte er sich nicht mit dem Papst anlegen und zum zweiten plant er gerade einen Feldzug ins Heilige Land. Pandolfinas Rache muss nun leider warten.

So wird sie erst einmal am kaiserlichen Hof heimisch und begibt sich zusammen mit Friedrich II. auf den Feldzug ins Heilige Land. Dort wird sie zu seiner Lebensretterin. Pandolfina steigt so noch mehr in die Gunst des Kaisers und somit ermöglicht er ihr als eine der ersten Frauen, Medizin in Salerno zu studieren. Leider werden ihr auch hier viele Steine in den Weg gelegt.

Im weiteren Verlauf der Handlung treibt das Schicksal Pandolfina wieder nach Deutschland, wo sie wiederum um ihr Glück, aber auch um die Liebe kämpfen muss.

 

Meinung:

Gemischt wurden hier reale mit fiktiven Fakten, wobei Pandolfina und ihr Schicksal im Vordergrund steht. Am Ende gibt es dazu ausführliche historische Informationen, um reale von fiktiven Daten und Charakteren zu unterscheiden. Auch ein umfassendes Personenregister ist hier vorzufinden.

 

Zu Recht kann man das Autorenduo als Meister ihres Faches bezeichnen, denn beim Lesen bekommt man trotz der 600 Seiten keine Langeweile. Im Gegenteil ein Spannungspunkt jagt den nächsten. Man fühlt sich wie bei einer Fahrt mit der Achterbahn, kaum flacht die Spannung ab, geht es mit rasantem Tempo auch schon der nächsten spannenden Szene entgegen.

 

Die Handlung insgesamt ist sehr kompakt, wobei der Schreibstil sehr angenehm, schnell und flüssig zu lesen ist. Die Autoren schaffen es so immer wieder, das man gar nicht genug bekommen kann und noch etliche Seiten weiterlesen könnte. Alle Charaktere, auch wenn es sich dabei um fiktive handelt wurden authentisch beschrieben, so dass man sich gut in sie hineinversetzten und mit fiebern konnte.

 

Manche werden hier nun bemängeln, dass der Schreibstil vielleicht etwas zu modern gehalten ist, so gibt es Worte, die es im damaligen Sprachgebrauch noch nicht gab. Auch wurden einige Szenen beschrieben, die vielleicht etwas zu modern auf den Leser wirken, aber all das steht hier nicht im Vordergrund und hat mich auch weiter nicht gestört.

 

Im Vordergrund steht das Schicksal von Pandolfina und das wurde in vielen Facetten, sehr realistisch und bildlich beschrieben, so dass sich der Leser sehr gut unterhalten fühlt. Ich war von Anfang an gefesselt und konnte das Buch zum Schluss nicht mehr zur Seite legen, wollte ich doch wissen wie es weitergeht. So kann ich mir auch eine Fortsetzung durchaus vorstellen, da es einfach Spaß gemacht hat, Pandolfinas Geschichte zu verfolgen.

 

Ich kann diesen historischen Roman trotz seiner kleinen Fehler im Schreibstil nur eine Leseempfehlung geben.

 

 

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 04.10.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 04.10.2016
  • Verlag : Knaur
  • ISBN: 9783426663820
  • Fester Einband 608 Seiten
  • Sprache: Deutsch

 

Buchmagie – Sterne: 

 
Veröffentlicht in Abenteuer- / historischer Roman, Autoren, Bücher, Iny Lorentz, Knaur, Verlage und markiert in , , , .

Buchmagie

Buchmagie gibt es nun schon seit über 3 Jahren. Unsere Rezensionen stellen unser persönliche Meinung zu dem jeweiligen Büchern dar. Gerne lesen wir eure Bücher und Rezensieren sie, besonders wichtig finden wir es dabei auch neuen und noch unbekannten Autoren eine Chance zu geben.