Das Einstein Enigma – J.R. Dos Santos

Mit „Das Einstein Enigma“ schickt der Autor J.R. Dos Santos seine Hauptprotagonisten auf die Spur nach einem der größten Rätsel unserer Welt, dem wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes. Das Besondere daran, die von ihm verwendeten wissenschaftlichen Angaben basieren auf wissenschaftliche Theorien, die von namenhaften Physikern und Mathematikern vertreten werden. Sein Thriller wurde in 20 verschiedene Sprachen übersetzt und insgesamt mehr als 3 Millionen Mal verkauft.

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Um was geht es?

Ein portugiesischer Kryptanalyst wird gebeten ein mysteriöses Manuskript zu entschlüsseln, der Titel „Die Gottesformel“, sein Autor „Albert Einstein“. Durch einige Verwicklungen wird der Kryptanalyst allerdings gezwungen als Doppelagent des Iran und der CIA tätig zu werden. Im Rahmen dieser Ermittlungen kommt er einem der größten Rätsel der Welt auf die Spur.

Meinung:

Beworben wird das Buch mit weltweit mehr als 1 Million Mal verkauft, was auch im roten Banner auf dem Cover steht und sofort ins Auge sticht, der Klapptext macht ebenfalls neugierig und das der Stil des Autoren in Zusammenhang mit Dan Brown und Paulo Coelho steht und sogar mit ihnen verglichen wird steigert die Erwartungen enorm an. Man verspricht sich angesichts dieser Punkte einen spannenden, unterhaltsamen Thriller. Was ich allerdings letztendlich vorgefunden habe brachte bereits nach den ersten Seiten eine Ernüchterung.

Auf über 600 Seiten hat der Autor hier eher eine wissenschaftliche Abhandlung, als einen Thriller abgeliefert. Der Leser wird in einem Disput zwischen Physik, christlichen Glauben und fernöstliche Spiritualität „entführt“ , mit vielen Fachbegriffen und physikalischen Theorien wie Chaostheorie, Relativitätstheorie, Stringtheorie, künstliche Intelligenzen, Theorien über den Urknall um nur einige zu nennen, konfrontiert. Das Ganze treibt die eigentliche Handlung sehr schnell ins Aus und führt zu herben Enttäuschungen beim Leser.

Aufgrund der ellenlangen wissenschaftlichen Abhandlungen, vielen Fachbegriffen und Debatten der Hauptprotagonisten über wissenschaftliche Theorien hat der Thriller hier auf ganzer Strecke versagt.

Stellt sich nun die Frage wie man solch ein Buch bewerten soll, das als Thriller ausgewiesen und mit Dan Brown und Paulo Coelho gleich gesetzt wird, von der Handlung her aber sehr enttäuschend ist. Ein Thriller muss spanend sein, man sollte mit den Protagonisten mit fiebern können, es sollte Wendepunkte geben und insgesamt so einige Überraschungen für den Leser parat halten. All diese Punkte wurden hier leider nicht erfüllt und um noch einmal zusammen zu fassen:

–          Handlung: wird durch wissenschaftliche Abhandlungen des Autoren ins Aus katapultiert und somit zur Nebensächlichkeit, weiterhin kommt keinerlei Spannung auf.

–          Protagonisten: erzählt wird aus der Perspektive des Kryptanalysten in der dritten Person, das gewährt zwar Einblicke in seine Gedankenwelt, die für seinen Bildungsstand allerdings dann doch primitiv erscheint. Seine Gefühlswelt bleibt weitestgehend auf der Strecke und seine Handlungen wirken meist sehr naiv auf den Leser. So kann man einfach nicht warm mit ihm und den anderen Protagonisten werden.

Angesichts dieser Gesichtspunkte kann man hier eigentlich nur max. 1 Stern vergeben.

Als Pluspunkt muss man dem Autor hier allerdings eingestehen, das seine wissenschaftlichen, umfangreichen Abhandlungen gut verständlich beschrieben wurden, durchaus interessant sind und das Herz wissenschaftlich interessierter Leser sicherlich höher schlagen lässt.

Fazit: als Thriller auf ganzer Strecke versagt, als wissenschaftliche Abhandlung allerdings interessant und gut beschrieben

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 23.03.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 23.03.2017
  • Verlag : luzar publishing
  • ISBN: 9783946621003
  • Flexibler Einband 608 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Buchmagie – Sterne:

 
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