Backfischalarm – Krischan Koch

„Backfischalarm“ von Krischan Koch ist bereits der fünfte Fall für den Dorfpolizisten Thies Detlefsen. Da jeder Band vom Fall her in sich abgeschlossen ist kann er zwar einzeln gelesen werden, allerdings würde ich es bei diesem Krimi nicht empfehlen (siehe Rezimeinung).

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Um was geht es?

Telje und Tadje, die Zwillinge von Polizeiobermeister Detlefsen sind auf Klassenfahrt nach Amrun. Bei der Fährüberfahrt ist es stürmisch, der Regen peitscht gegen das Deck doch alle Schüler sind gut gelaunt. Bis sie dann an Oberdeck die Leiche des Reeder Bent Blankenhorn entdecken. Detlefsen beginnt ganz zum Unmut seiner Töchter in diesem Fall zu ermitteln.

Meinung:

Der Autor versucht hier mit viel Lokalkolorität und jeder Menge schräger Charaktere aufzuwarten und so verspricht der Titel und der Klapptext eine durchaus spannende, aber auch humorvolle Unterhaltung und so waren meine Erwartungen an diesem Krimi wohl insgesamt auch sehr hochgeschraubt.

An erster Stelle muss ich allerdings zugeben, dass dies mein erster Fall von Dorfpolizist Thies Detlefsen ist und mir die Vorbände bisher völlig unbekannt waren. So bin ich natürlich mit Band fünf eingestiegen und hatte Hoffnung dass ich gut hineinfinden werde, da jeder Fall in sich abgeschlossen ist.

Begonnen wurde Band 5 mit dem Zusammentreffen der Jugendlichen zur Klassenfahrt, was ich als nicht so gelungen empfand, denn die Jugendlichen waren mir schon so von Anfang an nervig und unsympathisch, das mag allerdings auch daran liegen das mir ihre Umgangssprache und auch der „friesische Dialekt“ etwas zu anstrengend waren. Probleme hatte ich auch mit den ganzen Namen und Beziehungen der Hauptprotagonisten untereinander, hier wäre sicherlich ein Personenregister am Anfang hilfreich gewesen, so fühlte ich mich sprichwörtlich ins „kalte Wasser geschmissen“.

Die Anfangs erhoffte humorvolle und spannende Unterhaltung hielt sich beim Lesen leider in Grenzen, der Schreibstil war schon locker und ließ hin und wieder den Versuch auf Humor durchblicken, vermochte mich aber nicht zu unterhalten. Bis zur Mitte hin war wenig Spannung, die gesamte Handlung wirkte zäh und langatmig. Dies ist aber zum größten Teil auch den Hauptprotagnisten geschuldet, die mir bisher völlig unbekannt waren und sie daher insgesamt unnahbar und fern auf mich wirken ließen. Ich wurde einfach mit keinen von ihnen warm.

Zum Ende hin brachte der Autor dann die ersehnte Spannung mit rein, es war beinahe so, als hätte er einen Kat gemacht, der vorher so locker, leichte Schreibstil wurde schlagartig „erst“. Leider kam dann der Abschluss sehr abrupt, hier kam es mir so vor als musste der Autor endlich zum Ende kommen. All dies passte einfach nicht zum breit gezogenen Anfang und Mittelteil.

Fazit: Dieser Band konnte mich leider nicht überzeugen, die Hauptprotagnisten blieben mir fern und es war kein Bezugaufbau möglich, was vielleicht der Unkenntnis der Vorbände geschuldet sein mag. Insgesamt fehlten mir hier die Spannung und der feine Humor, den ich vom Klapptext und Titel her erwartet hatte

Vorbände:

  • „Flucht übers Watt“
  • „Rote Grütze mit Schuss“
  • „Mordseekrabben“
  • „Rollmopskommando“
  • „Dreimal Tote Tante“

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 10.03.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 10.03.2017
  • Verlag : dtv Verlagsgesellschaft
  • ISBN: 9783423216722
  • Flexibler Einband 288 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Buchmagie – Sterne:

 
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